Pai (Nordthailand)

Angeblich sind wir mit dem Minibus 750 Kurven gefahren bis wir in Pai (Nordthailand)angekommen sind. Wir hatten aber eine Busfahrerin, die uns sanft durch die vielen Kurven über die Berge von Chiang Mai bis ins Tal nach Pai am Fluss Pai gefahren hat; keinem der acht Passagiere wurde es schlecht. Nach gut drei Stunden stiegen wir auf der Walking Street im touristischen Kern von Pai aus und trugen unsere Rucksäcke ins 300 m entfernte Hotel am Fluss, wo wir eine einfache kleine Hütte für drei Tage gemietet hatten.

Leider wurde es abends und morgens sehr klamm und kühl und wir wurden abends lange mit Musik aus der Musikbar berieselt, so dass wir nach drei Nächten umzogen weiter hinaus ins Grüne inmitten von Reisfeldern und mit Blick auf die Berge. Hier fühlten wir uns richtig wohl.

Pai hat viele Gesichter: es gibt Backpacker-Gegenden, in denen abends gefeiert wird, Hotels und Hüttenunterkünfte, in denen ruhigere und ältere Reisende versammelt sind, eine Walking Street, die sich abends in eine Essmeile verwandelt mit vielen Essständen, an denen es viele verschiedene und auch neu zu entdeckende Leckereien gibt und in der Umgebung einige interessante Ausflugsziele.

Reisnudeln mit gerösteten Cashews

Jackfruit

Jackfruit – sehr sättigend

Einen Tag haben wir uns ein Motorrad mit Beiwagen gemietet und sind zu einem Ort gefahren, an dem 2002, 2008 und 2011 Erdbeben ihre Spuren hinterlassen haben: Es ist ein bis zu 8 m tiefer und 4-5 m breiter „Landsplit“ zu sehen, ein tiefer Graben, der durch die Verschiebung zweier Erdplatten entstand. Hier draußen gab es außerdem Bauern, die chemiefreies Obst und Kräuter anbauen. Wir tranken einen roten Saft, der ein bisschen wie Hibiskus schmeckte und sehr lecker war.

Stand der Bauernkooperative am Landsplit

Landsplit

Weiter ging es dann auf einer Schlaglochstraße rauf und runter bis zu einem Wasserfall. Das Wasser war aber sehr kalt, so dass wir am Rand sitzen blieben und die Landschaft bewunderten.

Anschließend tuckerten wir noch zum Pai-Canyon mit herrlichen Ausblicken:

Unser zweites Abenteuer in Pai war die Zipline – eine Seilrutsche, die durch Baumlandschaften und über freie Felder führte. Wir wurden gut angeleint und schwebten von Station zu Station, mal kürzere Strecken, mal bis zu 550 m und wurden von zwei jungen Thais betreut, die uns auf die Plattformen zogen, wenn der Schwung nicht reichte oder uns auf der Plattform abbremsten, wenn wir mit zu viel Schwung ankamen. Es war aufregend und hat viel Spaß gemacht, und nach jeder der über ein Dutzend Stationen wurde es ein bisschen leichter. Als wir durch waren, hätten wir gerne die einstündige Tour nochmals gemacht…

Zwischenstation

Bei kleineren Spaziergängen durch das Städtchen und einer kleinen Wanderung hoch auf einen Berg zum weißen Buddha verging die Zeit hier in Pai sehr schnell und wir bedauern fast, dass es nun weiter geht nach Chiang Rai, weiter nördlich, von wo aus es dann nicht mehr weit zur laotischen Grenze ist. Laos steht auch noch auf unserem Programm ehe wir dann nach Südindien fahren, an den Ort, der uns schon gut bekannt ist, nach Tirvannamalai. Doch jetzt erst einmal auf nach Chiang Rai.

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