Baltikum 2019

Litauen

Wir haben den Rucksack gepackt, ganz spontan unsere Wohnung vermietet (Dank an unseren Vermieter und unsere Freundinnen, die in den nächsten vier Wochen die Schlüsselübergaben und-rücknahmen übernommen haben) und uns auf ins Baltikum gemacht.

Von Frankfurt nach Kiel fuhren wir im Zug, von Kiel nahmen wir die Fähre nach Kleipeda (Litauen). Am Hafen mussten wir länger warten, weil unsere Abendfähre einer anderen in Seenot befindlichen zu Hilfe kommen musste. Kurz vor Mitternacht ging es dann mit fast drei Stunden Verspätung endlich los. Als Rucksackreisende durften wir zuerst auf die Autofähre und verfolgten gepannt die Einweisung der LKWs und Autos: Maßarbeit. Da wurde um jeden Zentimeter gekämpft beim Rangieren.

Wir hatten Schlafsessel im Gruppenraum gebucht, verzogen uns in den hintersten Bereich und wechselten uns mit dem Liegen auf dem Bogen auf der Yogamatte und auf den beiden Sitzen ab. Die Temperaturen waren recht frisch und das Frösteln förderte nicht gerade einen ausgiebigen Schlaf … Morgens gb es dann ein Frühstück und am Tisch erhielten wir erste Tipps für Litauen von einem Ehepaar – der Mann reiste bereits zum dritten Mal ins Land.

Das Schiff holte ziemlich Zeit auf und wir kamen mit nur einstündiger Verspätung am frühen Abend des nächsten Tages ab. Unsere einfache Unterkunft war sauber und nur ca. 15 Minuten von der Altstadt entfernt. Kleipeda ist üerschaubar und ruhig, wenig Verkehr, wenige Touristen. Die meisten Urlauber sind drüben auf der kurischen Nehrung, die wir am zweiten Tag besuchten. Mit der Fähre waren es fünf Minuten und dann stiegen wir in einen Bus, der bis nach Nida, fast an der Grenze zu Russland fuhr (ca. 35 Minuten). In Nida erstiegen wir eine hohe Wanderdüne und genossen Sonnenschein und frische Luft. In Neru hatten die Fischer ihre geräucherten Fische ausgehängt und Ánatha kam zu ihrer Lieblingsspeise. Ich mache meistens einen Bogen um Fisch …

Obwohl die Kurische Nehrung touristisch ist, genossen wir die schöne Landschaft, den Duft der Kiefernwälder, die zur Befestigung des Landstriches angepflanzt wurden die entspannte Atmosphäre.

Am dritten Tag buchten wir übers Internet, das hier überall superschnell funktioniert, unsere Zugtickets in die Landeshauptstadt Vulnius; hier gehen Buchungen alle elektronisch und wir zeigen in den Zügen und Fernbussen nur unsere Handy mit der Bestätigung vor. Vulnius war bei unserer Ankunft voller Menschen und Autos – es war ein geschichtlich besonderer Tag: die Amtseinführung des neuen Präsidenten Gitanes Nauseda fand statt.

Vilnius ist eine Stadt der Kirchen: barocke, gotische, klastizistische, katholisch und orthodox, die Altstadt ist eine Perle des Barocks.

 

 

 

 

 

 

 

Überall Bernstein, auch eine Bernsteingeige

 

 

Modeln vor der Kirche

 

 

 

 

 

 

 

Eine Besonderheit der Stadt ist die „freie Republik“, ein Stadtteil, der eine Art „Spaßrepublik“ ist mit einer eigenen Verfassung. Es leben dort einige Künstler, die originellen Ideen Ausdruck geben.

Zwei Tage

 

 

 

 

 

 

Stadtleben und Besichtigungen fanden wir genug, die nächste Station ist die zweitgrößte Stadt Lettlands namens Daugavpils; wir haben uns aber eine Pension 5 km außerhalb im Grünen im Internet ausgewählt – wir wollen etwas die Seele baumeln lassen, Wäsche machen, denn als Backpacker haben wir nicht so viel zum Wechseln dabei und gute Luft einatmen.

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