Teneriffa – die ersten beiden Wochen

Nach einem dreitägigen Zwischenstopp in Frankfurt, in denen uns eine Freundin aufnahm und wir unsere Wohnung als Gäste besuchten, um bei unseren netten Zwischenmietern ein paar europäische Kleidungsstücke aus unserem Schrank zu holen, flogen wir am 10. Juli nach Teneriffa. Sonne und Wärme empfingen uns und wir bezogen eine kleine Ferienwohnung mit wunderschönem Ausblick, die uns eine in Teneriffa lebende Deutsche über Facebook angeboten hatte. Anatha hatte uns von Nepal aus auf einer FB-Teneriffa-Gruppe vorgestellt und erklärt, dass wir überlegen, nach Teneriffa zu ziehen. Da die Touristen noch zögerlich auf die Insel kommen, hat sie uns die Wohnung günstig überlassen.

Ausblick von unserer FeWo

Abends vor unserem Balkon

Die ersten zwei Wochen sind für mich sehr schnell vergangen: Wir wohnen gerade im Südwesten und erkunden von dort die Umgebung und treffen uns mit Menschen, mit denen wir über Facebook bereits Kontakt gemacht haben. Von Nepal aus hatten wir auch für eine Gruppe namens „Wir helfen Teneriffa“ gespendet, die an notleidende Spanier, die durch Corona kein Einkommen mehr hatten, Lebensmittelspenden verteilt hatte. Wir nahmen am Abschlussfest der Gruppe teil, die mit Spendenaufrufen fast 18.000 Euro zusammenbekommen hatte und damit auf der ganzen Insel tatkräftig über die schlechten Zeiten helfen konnte. Inzwischen läuft der Tourismus wieder langsam an. Unser Flugzeug war bereits sehr voll gewesen und es kommen jeden Tag mehr Flüge an, viele aus Deutschland.

Einer unserer Ausflüge ging in eine Tierheim, dessen Verwaltungssitz in Bensheim an der Bergstraße ist und in dem eine Bekannte ehrenamtlich tätig ist. Wir waren erstaunt, wie groß es war und wie gut betreut und gefüttert alle Hunde und Katzen sind.

Auch unsere erste Wanderung haben wir gemacht und sind in den Bergen auf 900 m hochgestiegen und in ein kleines Dorf gewandert. Allerdings ist es derzeit noch sehr heiß, auch dort oben, da der Calima, der heiße Wüstenwind aus Afrika, noch weht und auch schon Sand auf unserem Balkon hinterlassen hat… Bei einem Besuch bei unserer Vermieterin erfuhren wir auch einiges über das Leben hier und sie gab uns genaue Infos, wie wir uns als Residente, als Langzeitbewohnerinnen Spaniens anmelden können – wir sind aber noch nicht so weit, diesen Schritt zu gehen und warten noch, bis uns ein Wohnort und eine Unterkunft begegnet, die sich richtig anfühlt.

Bei zwei Ausflügen in den Norden war der Himmel bedeckt und es nieselte, so dass wir sehr gerne wieder in die derzeitige FeWo im Südwesten zurückgekommen sind, wo die Sonne bisher immer geschienen hat und es angenehm warm ist.

Wir planen aber dennoch, nach vier Wochen in eine andere Region zu ziehen und dann weitere vier Wochen noch eine weitere Gegend zu erkunden. Ich fühle mich immernoch als Reisende, vermisse manchmal das Weiterreisen in andere Kontinente und die Begegnung mit anderen Kulturen, Denkweisen, Lebensweisen. Bereit, mich hier anzusiedeln, bin ich noch nicht und Anatha empfindet es ähnlich – es bleibt spannend, was wir hier noch erleben werden und wie es nach drei Monaten, wenn wir den bereits gebuchten Rückflug Anfang Oktober nehmen, hier für uns aussieht.

Und hier noch ein paar Teneriffa-Impressionen:

stürmische Ostküste

Surfer lieben die stürmische Ostküste

Segeltörn mit Walbeobachtung (aus der Ferne) streng parzellierter Strand

Der Strand von Los Gigantes (den riesigen Felsen)

 

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