Teneriffa – die letzten Tage

Die letzten Tage vergingen sehr schnell, plötzlich schien die Zeit zu rennen. Wir überlegten, was uns noch wichtig war und unternahmen noch einmal eine schöne Wanderung im Wald vom Parkplatz La Caldera aus. Der Parkplatz liegt ein ganzes Stück oberhalb von La Orotava – übrigens die erste Siedlung, die die Spanier nach der Besetzung Teneriffas gründeten (1504) – und wir genossen nochmal bei der Fahrt nach oben den Ausblick auf das schöne Orotava-Tal. Die Wanderung erwies sich als die schönste, die wir bisher gemacht haben, vor allem der Weg hoch in einem Barranco, einer Schlucht, hat uns begeistert, auch wenn wir schnaufen mussten auf der steilen Wegstrecke.

Dann liefen wir nochmals ein Stück die Küste entlang zurück zu unserem Wohnort; eigentlich wollte Anatha einen Tandemflug machen an diesem Tag und der Veranstalter holte uns auch ab, dann aber wurde unterwegs am Sammelpunkt entschieden, dass der Wind zu ungünstig stand und sich auch nicht drehte, also beschlossen wir zu unserer Wohnung zurückzulaufen und uns nicht wieder zurückfahren zu lassen. Dieses Stück Küste kannten wir schon, aber da es sehr schön ist, liefen wir die Strecke mit den herrlichen Ausblicken gerne nochmals rückwärts. Anatha zog es danach nochmals an den von uns nächstgelegenen Strand in Punta Brava und ich ging bummeln in Puerto de la Cruz. Das Städtchen hat doch viele nette Ecken und Sträßchen im Bereich der Altstadt.

Da uns die Kraterlandschaft des Teide immer wieder staunen lässt, sind wir nochmals mit dem Auto hochgefahren und haben das Nationalpark Infocenter besucht und sind durch den sehr schön angelegten Parkbereich mit vielen Erklärungen gelaufen. Dann ging es weiter auf 2400m Höhe bis zur Talstation der Teide-Seilbahn, die aber an diesem Tag wegen heftigem Wind nicht fahren konnte. Und dann buchten wir ein paar Tage später noch die „Teide Sonnenuntergangstour“, da wir immer noch nicht „teide-satt“ waren. Die Fotos zeigen euch sicher, was hier oben so toll ist.

Eigentlich wollten wir dieses Jahr in Asien viel schnorcheln, aber das hat ja nicht geklappt, weil wir nicht bis Sulawesi kamen. Als uns dann von einer Bekannten die Tauchschule eines schweizer Paares empfohlen wurde, hat Anatha sich für ein Schnuppertauchen entschieden. An einem Ort mit wenig Wellen aber vielen bunten Fischen, ca. 40 Autominuten von unserer FeWo entfernt, hat sie dann die neue Erfahrung des Atmens unter Wasser gemacht. Sie tauchte 25 Minuten und bis zu 6 Meter tief. So war es noch einmal richtig abenteuerlich für sie in diesem Reisejahr.

Das letzte Teneriffa-Highlight für Anatha wurde dann der Tandemflug am vorletzten Tag. Start war oben im Teide Nationalpark auf 2.300 Höhenmeter bei schönstem Sonnenschein, dann ging es durch die Wolken und danach lag die ganze Küste zu ihren Füßen. So schwebte sie eine ¾ Stunde mit einem tollen Führer, der auch schon in Peru über den Machu Pichu mit dem Gleitschirm gesegelt war, bis hinunter nach Puerto an den Strand.

Ansonsten haben wir nochmals Lieblingsorte aufgesucht, außerdem war Anatha beim Zahnarzt, da sich eine Zahnfüllung gelöst hatte und wir genossen einen Abend beim Sonnenuntergang köstlichen Wein aus Teneriffas Norden, von einem Aussichtspunkt ganz in der Nähe unserer Ferienwohnung.

Am letzten Tag machten wir noch einen PCR-Test, um der Quarantäne in Deutschland zu entgehen und ein bisschen freuen wir uns auch wieder auf Frankfurt und sind gespannt, wie es sich nach einem Jahr in unserer Wohnung anfühlt und was wir verändern werden, wenn wir sie mit neuen Augen betrachten. Unsere Reiselust ist nach wie vor da und wenn nicht diese Corona-Misere überall in der Welt wäre, hätten wir die Wohnung in Frankfurt den Zwischenmietern übergeben und wären ohne festen Wohnsitz weitergereist – aber momentan soll das nicht sein. Mal sehen, wie es für uns weitergeht…

3 Gedanken zu „Teneriffa – die letzten Tage

  1. Bahiga Petra

    Liebe Eva & Ánatha, mit etwas Wehmut lese ich nun euren letzten Bericht und ein bisschen habe ich sogar leicht feuchte Augen, denn auch ich durfte mit euch reisen und fühle mich deshalb nun so als würde auch mein „Abenteuer“ zu Ende gehen.

    Ich wünsche euch beiden ein gutes Ankommen in der „alten“ Heimat.
    Ganz herzlich
    Bahiga Petra

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  2. Atulya

    Dann wuensche ich euch auch viele Abenteuer in Frankfurt, vielleicht kann ich Stubenhocker das eine oder andere mal mitmachen.
    Herzlich willkommen
    Atulya

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